Alles auf Anfang
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Wie ein Fotograf seinen Traum in der Schweiz weiterverfolgt

Der Fotograf und Retuscheur Slava Samoilenko aus der Ukraine lebt seit fast zwei Jahren in der Schweiz und baut sich hier Schritt für Schritt ein neues Leben auf. Seine Situation ist herausfordernd, aber geprägt von Mut, Ausdauer und dem klaren Willen, konsequent seinen eigenen Kurs zu verfolgen.
«Man schreibt seine eigene Geschichte, sein eigenes Buch.»
Kreativität als Ursprung
Kreativität ist für Slava kein Zufall, sondern Teil seiner Geschichte. Sein Vater und sein Grossvater waren Maler, und so wuchs er in einer Welt auf, in der Kunst und Kreativität stets präsent waren. Schon als Kind kam er mit der Fotografie in Berührung. Mit fünf Jahren hielt er seine erste Analogkamera in den Händen. Der Einstieg in die Fotografie führte ihn später über die Retusche. Dort entwickelte er ein feines Gespür für Details, Bildwirkung und Präzision. Mit der Zeit entstand der Wunsch, nicht nur zu bearbeiten, sondern selbst zu fotografieren und eigene Ideen umzusetzen. Heute ist Fotografie für ihn mehr als ein Beruf. Sie ist ein Ausdrucksmittel und eine Form der Kommunikation.

Seine Bilder sollen ohne Worte funktionieren und Emotionen auslösen. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie gefallen oder nicht. Entscheidend ist, dass sie etwas beim Betrachter bewegen. Besonders im Studio, in der Porträtfotografie, findet er den Raum, gezielt mit Licht, Ausdruck und Details zu arbeiten. Die Retusche bleibt dabei ein wichtiger Teil seines kreativen Prozesses.
«Niemand kann ein zweites Mal genau das Gleiche machen.»
Ein Blick, der sich verändert hat
Seine Herkunft und seine Erfahrungen haben ihn geprägt. Sie haben ihm Stärke gegeben und seinen Blick auf die Welt verändert. Heute nimmt er vieles bewusster wahr und hat gelernt, auch kleine Dinge zu schätzen. Ein entscheidender Schritt auf seinem Weg war das Erlernen der deutschen Sprache. Mit dem Bestehen seiner Prüfung hat er nicht nur eine Hürde überwunden, sondern auch an Selbstvertrauen gewonnen. Eine wichtige Rolle spielte dabei seine Lehrerin bei SmartTalk, die ihn auf diesem Weg unterstützt und ihm Sicherheit gegeben hat. Sprache bedeutet für ihn Zugang zu Menschen, zu Möglichkeiten und zu einem neuen Leben. Sie hilft ihm, sich zu integrieren und seinen Platz zu finden. Gleichzeitig fühlt er sich heute mehr angekommen, weil er Menschen besser versteht und selbst verstanden wird.
Herausforderungen im Alltag
Der Einstieg in die Arbeitswelt als Fotograf in der Schweiz bleibt dennoch anspruchsvoll. Für viele Jobs sind nicht nur gute Sprachkenntnisse entscheidend, sondern auch praktische Voraussetzungen. Besonders die Mobilität stellt eine Hürde dar, da oft schweres Equipment transportiert werden muss und viele Aufträge ohne Auto kaum erreichbar sind.

«Ich kann jeden Tag aufstehen und es noch einmal probieren.»
Eine klare Vision
Sein Blick in die Zukunft ist klar. Er möchte ein eigenes Studio eröffnen und langfristig mit grossen Marken
im Fashion- und Beautybereich arbeiten. Ideen hat er
viele, jetzt geht es darum, sie umzusetzen und seinen
Weg weiterzugehen. Erfolg bedeutet für ihn, weiterzumachen, auch wenn es schwierig ist.
Instagram: www.instagram.com/samoilenko_slava/




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